Hauptmenü
Sylt, auf dänisch: Sild und auf friesisch: Söl, ist die größte nordfriesische Insel. Sie erstreckt sich in Nord-


Sylt ist mit 99,14 km² die viertgrößte deutsche Insel und die größte Nordseeinsel Deutschlands. Sylt liegt zwischen 9 und 16 Kilometer vor der Küste des Festlands, mit dem sie über den 11 Kilometer langen Hindenburgdamm verbunden ist. Südöstlich von Sylt befinden sich die Inseln Amrum und Föhr, nördlich liegt die dänische Insel Rømø. In der Nähe der Sylter Nordspitze liegt die Insel Uthörn.
Die Insel erstreckt sich über 38,0 Kilometer in Nord-
Der Name Sild wurde erstmalig um das Jahr 1141 im Schenkungsbuch des Klosters Odense urkundlich erwähnt; im Erdbuch des dänischen Königs Waldemar II. von 1231 findet sich der Name Syld und im Register des Domkapitels zu Schleswig werden im 14. und 15. Jahrhundert die Namen Syld und Sylt verwandt. Dabei wurde in älteren Schreibweisen nicht immer zwischen i und y unterschieden. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts setzte sich die einheitliche und noch heute gültige Schreibweise durch.
Über die Herkunft des Namens Sylt gibt es verschiedene Theorien. Die erste besagt, dass der Name mit dem englischen Wort sill („Schwelle“) oder dem dänischen Wort syld (altdänisch: syll „Schwelle, Fundamentstein“) verwandt sei; er hätte also die Bedeutung „Landschwelle“.
Eine andere Erklärung deutet den Namen als das urgermanische *Selhiþo („Robbenort“), aus *selha („Robben“; dän. sæl, engl. seal) und dem Suffix -
Nach einer dritten Erklärung ist der Name von dem altem dänischen Wort sylt („Salzwiese“ oder „Brackwasser“) abgeleitet. Dieser Wortstamm findet sich im skandinavischen Sprachraum in zahlreichen Ortsbezeichnungen wieder, zum Beispiel in: Sylten in Nordostjütland, Syltemade auf Fünen und Syltholm auf Lolland bzw. Hellesylt in Norwegen.
Ein vierter Ansatz geht vom Ursprung des Namens im dänischen/skandinavischen Wort für Hering, Sild, aus, da die Sylter Seefahrer ehemals sehr aktiv den Heringsfischfang betrieben. Für die damals große Bedeutung des Herings für die Insel spricht, dass bereits im Jahre 1668 der Hering als Wappentier auf Sylt nachgewiesen ist. Jedoch kam durchaus auch umgekehrt vor, dass solche Wappenmotive aus einer volksetymologischen Deutung der Landschaftsnamen entstanden.
Die Form der Insel hat sich im Laufe der Zeit ständig verändert; ein Prozess, der auch heute noch im Gange ist. Der nördliche und der südliche Nehrungshaken der Insel bestehen ausschließlich aus wenig fruchtbaren Sandablagerungen, während der Mittelteil der Insel im Bereich der ehemaligen Gemeinden Westerland, Wenningstedt und Sylt-